|
|
|
|
Drei schweigsame, alte Männer und ein Auto, auf dem Weg zu einem
Treffen in der Dunkelheit. Pechschwarze Nacht, ein fahler
Vollmond, heute sollten sie es erfahren. Heißen die Wölfe Wölfe,
weil sie sich bei Vollmond in Werwölfe verwandeln ? Nur
eine kurze Fahrt, dann beginnt das angespannte Warten. Bleiche
Gesichter und Ringe unter den Augen, aber nicht haariger und
zotteliger als sonst, trafen die Wölfe in Saschas Begleitung am
Treffpunkt ein. Die Anspannung macht einem Gefühl der
Enttäuschung, aber auch der Erleichterung Platz. Doch es bleibt
keine Zeit darüber Nachzudenken, denn sie sind in Eile, denn sie
alle haben ein gemeinsames Ziel, Hamburg, das Tor zur Welt. Dort
zieht es sie hin, Ehre und Ruhm zu erringen. Getrieben von einem
Gefühl der Dringlichkeit, jagen sie ohne Rast über das schier
endlose graue Band der Strassen. Und als die Dunkelheit dem Lichte
weicht, erreichen sie endlich das Ziel. Hier werden sie sich
messen mit 62 nein mit 61 anderen Generälen, denn einen
Verbündeten haben sie an diesem düsteren Ort.
So, oder fast so hat sich die Anreise zum Alsterkloppen Light II
am 14.1 anno 2006 zu getragen. Die Protagonisten unserer
Geschichte sind die "Jungen": André "Wolf" Dittrich,
Enrico "Schotter" Steimecke, René "Wolf" Dittrich, Sascha
"MacCall" Möller und die Alten: Robert
"ChaosRobert" Fiebrantz, Stefano "elfooscuro" Natili und Stephan
"Brumbaer" Hess. Die Charaktere sind vorgestellt, die
Bühne ist bereitet und so gebe ich das Wort weiter an die Wölfe.
Überpünktlich trafen wir gegen 9:00 Uhr in Hamburg ein und
meldeten uns sogleich bei der Orga an. Austragungsort des Turniers
war das Jugendzentrum "Schorsch". Da MacCall ohne Anmeldung
mitfuhr war nicht klar ob er auch mitspielen würde können, aber da
die Orga kurzfristig noch ein paar Tische organisiert hatte
stellte das kein Problem dar. Beim Einchecken trafen wir Schotter,
unseren siebenten Mann. Insgesamt traten 68 Warhammer-Generäle an. Das
Turnier verlief sehr angenehm und ohne größere Aufregung. Es
fielen keine Power-Listen oder unfaire Spieler auf und auch das
Gelände und die Spielplatten konnten überzeugen. Obwohl es zum
Anfang den Anschein hatte, dass der Zeitplan nicht eingehalten
werden könnte, verlief alles nach Plan. Wir waren pünktlich 19:30
Uhr mit allen Spielen und dem Quiz fertig und man schritt zur
Siegerehrung. In der Teamwertung belegten wir den 9. Platz. Die
Einzel-Ergebnisse kann man auf der Eventseite
bewundern. Nach einer erfolglosen Suche nach etwas Essbaren
machten wir uns auf den Heimweg. Hamburg hatte wohl noch nie etwas
von guter Ausschilderung zur Autobahn gehört, um aus der Stadt zu
kommen brauchten wir 45 min. Die Rückfahrt an sich war natürlich
von Fachgesprächen und "wir machen den schlechtesten Spieler des
Teams runter" bestimmt. Da sich langsam der kleine Hunger
bemerkbar machte, unterbrachen wir die Fahrt für einen längeren
Zwischenstop auf einem Rastplatz. Dabei wurde natürlich weiter
Gefachsimpelt und neue Schlachtpläne ausgearbeitet. Gegen 1:00 Uhr
waren wir alle müde aber froh in Berlin angekommen und die Wege
der Mitstreiter trennten sich wieder. Das Ziel Hamburg zu erobern
hatte dieses Mal nicht geklappt, aber es wird bestimmt ein
nächstes Mal geben.
Zum Schluss ein paar Impressionen direkt aus den Spielen.
Es gab natürlich wieder ganz spezielle Momente in denen man daran
erinnert wurde, dass es sich um ein Würfelspiel handelt. Hier eine
kleine Auswahl: Was macht man wenn man mit fünf Würfeln nur
Sechsen wirft, man freut sich. Bloß wie geht man dann damit um,
wenn man das restliche Spiel über nur Einsen und Zweien wirft.
Endergebnis dieser "tollen " Leistung, siehe Turnierwertung, 60.
Platz. Und nun ein positives Beispiel. Beim ersten Rettungswurf
(6+) des Tiermenschen-Generals wird man vom Gegner belehrt "Das
Amulett nimmt doch keiner mit, das ist doch völlig unnütz ".
Endergebnis, dem General gelingt der rettungswurf auf die 6 noch
dreimal in diesem Spiel, was beim Gegner völligen Unglauben
hervorruft, wozu doch 15 Punkte gut sind ;-). In den großen
Spiel-Räumen herrschte oft eine Lautstärke das man seinen Gegner
kaum verstehen konnte. Dieser Lärm wurde im letzten Spiel nur
durch das laute Chaos-Organ von Chaos-Robert unterbrochen, der
sein Würfelpech einfach nicht fassen konnte. Kurzeitig erstarrten
alle Spieler in seinem Umkreis vor Angst . Tja da ist der Nickname
Programm ;-).
Gruß
Die Wölfe
Und hier sind die Bilder.
|