Tagebuch S.3

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

Wahltag

Ich hatte meine Männer um das Wahllokal herum in der Stadt verteilt, um meine ankommenden Wähler sicher dorthin zu geleiten.
Leider war ich nicht der Einzige, der auf diese Idee gekommen war. Überall in der Stadt sah ich die Leute meiner Konkurrenten, die wohl die gleiche Aufgabe hatten. Aber wenigstens hielten sich alle Parteien an die Vereinbarung der Stadtversammlung auf Waffen zu verzichten.
Kurz nach der Öffnung war es soweit, die ersten Wähler erschienen auf den Straßen, die zum Wahllokal führten. Und dann kamen immer mehr. Irgendwie schien es, dass sich die ganze Stadt auf einmal entschieden hätte zur Wahl zu gehen.
Bis auf zwei oder drei konnte ich von meiner Position aus keinen meiner Wähler sehen. Burnes kümmerte sich um einen einzelnen meiner Wähler, der von Westen her ankam und im Süden sah ich, wie sich Hunnicut um zwei weitere kümmerte. Also lief ich um den Saloon herum, in dem das Wahllokal untergebracht war. Im Südosten sah ich dann Winchester auf eine weitere Gruppe zulaufen, um sie zu unterstützen.
Die größte Ansammlung meiner Wähler sah ich dann im Nordosten, wo sich O&rsquoReilley und Straminski gleich um zwölf Anhänger kümmern mussten.
Aber das wahre Durcheinander begann jetzt erst, als die Leute aller Kandidaten versuchten sich einen Vorteil zu verschaffen, indem sie die Anhänger der anderen entweder einzuschüchtern oder zu bestechen versuchten.
Überall um mich herum sah ich, wie Leute verschreckt wegliefen, die Seite wechselten oder durch einen misslungenen Bestechungsversuch bestärkt schneller aufs Wahllokal zu liefen.
Bis dahin war, bis auf die mehr oder weniger erfolgreichen Einschüchterungsversuche, alles friedlich verlaufen. Und ich hatte so gehofft, dass dies so bleiben würde. Doch leider hatte ich mich geirrt. Aus allen Richtungen hörte ich wildes Geschrei und Schlägereien, als einige Leute versuchten die Männer auszuschalten, die sich zwischen sie und die Wähler stellten.
Dessen ungeachtet erreichten immer mehr Leute das Wahllokal, unter denen auch einige meiner Wähler gewesen waren.
Die Zeit war viel schneller vergangen, als ich gedacht hatte, denn auf einmal ertönte das Signal, dass das Wahllokal gleich geschlossen werden würde. Ich gab meinen Leuten und Wählern um mich herum Zeichen, dass sie sich beeilen sollten und rannte selbst so schnell ich konnte in Richtung Eingang.
Ergebnis

Mit mir zusammen hatten es noch 13 meiner Wähler und Männer geschafft, vor der Schließung des Wahllokals ihre Stimme abzugeben.
Alles in allem, hatte es trotz der ganzen Unordnung vor dem Wahllokal doch eine ganze Menge Leute geschafft ins Gebäude zu kommen. Jetzt konnte nur noch eine genaue Auszählung der Stimmen ergeben, wer die Wahl gewonnen hatte.
Nach einer halben Stunde war es dann so weit gewesen. Die unter der Kontrolle eines Abgesandten des Gouverneurs ausgezählten Stimmen hatten den neuen Bürgermeister von White City bestimmt.
Der Gewinner und damit der neue Bürgermeister von White City heißt: Logan.
Mit einer Gesamtzahl von 16 Stimmen hatte er seine Konkurrenten geschlagen.
Mal sehen, was daraus wird. Der Gouverneur hat mich auf jeden Fall damit beauftragt weiterhin in der Stadt zu bleiben und nach dem rechten zu sehen.

Abschlussworte

Als erstes möchte ich mich bei Stephan bedanken, der sich den Hintergrund von White City und die Regeln der einzelnen Szenarien ausgedacht hat. Außerdem dafür, dass er sich die Mühe gemacht hat, das Gelände zu bauen, das wir bei den Spielen benutzt haben.
Dann möchte ich mich natürlich auch bei den Mitspielern für die interessanten und spaßigen Spiele bedanken.
Alles in allem hat mit die Kampagne sehr viel Spaß gemacht, auch wenn mir meine Würfel manchmal einen dicken Strich durch meine Rechnung gemacht haben. Aber wenigstens ging es mir nicht alleine so.


Viel Spaß noch
Sascha


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